Elektrosmog
Elektrosmog ist die Umweltverschmutzung durch technische Felder und Strahlung und geht von elektrischen Leitungen, Geräten, Sender, elektrisch geladenen Oberflächen und magnetisierten Materialien aus. Elektrosmog wird physikalisch in fünf unterschiedliche Bereiche gegliedert. Die im Folgenden behandelt werden.
Felder, Wellen, Strahlung
| - | Elektrische Wechselfelder | Niederfrequenz |
| - | Magnetische Wechselfelder | Niederfrequenz |
| - | Elektromagnetische Wellen | Hochfrequenz |
| - | Elektromagnetische Gleichfelder | Elektrostatik |
| - | Magnetische Gleichfelder | Magnetostatik |
Die verschiedenen Felder, Wellen und Strahlung werden bei einer Schlaf-, Wohn- oder Arbeitsplatzuntersuchung sowie bei einer Grundstückuntersuchung gemessen, ausgewertet und schriftlich dokumentiert. Gibt es Auffälligkeiten, werden entsprechende Sanierungsempfehlungen erarbeitet.
Kann Elektrosmog den Körper beeinflussen?
Zellen, Gewebe und Organe in unserem Körper verständigen sich nicht nur über chemische Botenstoffe, sondern auch über elektrische Signale. Die Herzspannungskurven, die als EKG sichtbar werden, sowie die Gehirnspannungskurven, die als EEG abgeleitet werden, sind bekannte Beispiele. Wir Menschen sind damit auch elektromagnetische Wesen. Elektrosmog kann unter anderem das vegetative und zentrale Nervensystem, Hormone, Chromosomen und Zellen beeinflussen und stören. Eine zu starke und zu lange Elektrosmogbelastung kann darüber hinaus zu verschiedenen Krankheiten führen.
Kann man Elektrosmog spüren?
Eine 2002 in Salzburg durchgeführte Studie zeigt, dass 19 Prozent der Menschen Elektrosmog wahrnehmen können. Ältere Untersuchungen aus Schweden und Kalifornien zeigen deutlich geringere Häufigkeiten von wenigen Prozent. Es besteht der begründete Verdacht, dass in weiten Teilen der Welt immer mehr Menschen elektrosensibel werden. Die wahrscheinlichste Ursache ist die in den letzten Jahren steigende Belastung im Kilohertz-Bereich (z.B. Monitore, Notebooks, Energiesparlampen, elektronische Geräte) und im oberen Megahertz-Bereich (z.B. Mobiltelefone, Mobilfunksendeanlagen, Schnurlostelefone). Immer mehr Menschen reagieren auf Elektrosmog mit teils erheblichen Störungen des Wohlbefindens. Elektrosensibilität kann je nach Schweregrad zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität und der Arbeitsleistung führen. In Schweden ist das Bewusstsein für elektrosmogreduzierte Wohnungen und Arbeitsplätze deutlich höher als in Österreich.
Elektrosmogreduktion - eine win-win Situation
Bei der Reduzierung des Elektrosmogs gibt es viele Gewinner: Menschen erhalten ihre Vitalität zurück. Das Gesundheitssystem wird mittel- und langfristig entlastet. Arbeitgeber freuen sich über weniger Krankenstände und leistungsfähige, motivierte Mitarbeiter. Industrie, Gewerbe und Handel haben Aufträge und können neue Produkte und Dienstleistungen anbieten, die der Gesellschaft nützen.
Was sollte das Ziel sein?
Das Ziel sollte sein, das Auftreten der Elektrosensibilität durch vorbeugende Massnahmen - Reduktion einer zu starken Elektrosmog-Belastung - zu vermeiden. Eine Elektrosensibilität sollte dies zu einem möglichst frühen Zeitpunkt erkannt werden. Einer weiteren möglichen Verschlimmerung des Beschwerdebildes kann durch Elektrosmogsanierung des Lebensumfeldes und Änderung des Verhaltens begegnet werden. Diese Zusammenstellung soll ein Anstoß für Überlegungen zur Reduktion und Vermeidung von Elektrosmog in Ihrem persönlichen Lebensumfeld sein. Für eine verlässliche Elektrosmogreduktion ist es notwendig, sich mit dem Thema vertieft auseinander zusetzen, Erfahrungen auszutauschen und Experten wie etwa geprüfte baubiologische Messtechniker (IBN), die nach dem Standard der baubiologischen Messtechnik (SBM) arbeiten, beizuziehen.
Elektrische Wechselfelder
Sie entstehen als Folge elektrischer Wechselspannung in Installationen, verkabelten Wänden, Leitungen, Geräten, Steckdosen, Schaltern, Lampen, Verteildosen, etc. Das Feld besteht immer, auch wenn kein Verbraucher eingeschaltet ist. Der Körper nimmt solche Felder wie eine Antenne auf und steht dann unter Spannung. Sie bewirken im Körper künstliche Wirbelströme, Stromflüsse, Ladungsumkehrungen, Zell- und Nervenreize.
Magnetische Wechselfelder
Diese entstehen als Folge von fliessendem Wechselstrom, d.h. sobald der Verbraucher eingeschaltet wird. Hochspannungsleitungen, Bahnlinien, Trafostationen, Niedervoltbeleuchtung, etc. Sie induzieren im Körper unnatürliche Spannungen und Wirbelströme und können vermutlich zu Hormonstörungen bis Leukämie, Krebs führen.
Elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz)
Mobilfunk, Funkrufdienste, Radio- und Fernsehsender, schnurlose Digitaltelefone, Amateur-, CB-, Feuerwehr-, Polizei-, Taxi-Funk, Radar, Satelliten, Sicherheits- und Alarmanlagen, schurlose Babyphone, Mikrowellenherde, etc. Die biologische Wirkung durch schwächere Strahlung, die noch keine Erwärmung verursachen, werden international auf Hochtouren erforscht: Nervenreize, Zellkommunikations- und Stoffwechselstörungen, genetische Defekte, psychische Störungen, Schwangerschafts- und Hormonprobleme, Hirnstromveränderungen, Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, Krebs, etc. werden immer wieder bestätigt.
Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik)
Blitze, statische Entladung an Kleidern, beim aussteigen des Autos, etc. Der Körper wird unter Spannung gesetzt und entlädt sich an geerdeten Teilen schockartig. Kaum ein anderer Faktor hat derart nachteilige Auswirkungen auf das Raumklima wie Elektrostatik.
Magnetische Gleichfelder (Magnetostatik)
Der bekannteste Gleichstromverursacher ist die Erde (Erdmagnetfeld). Sie können aber auch durch magnetisierte Metalle wie Stahl entstehen. Diese verzerren und überlagern das natürliche Erdmagnetfeld. Magnetische Gleichfelder durchströmen den Körper ungehindert. Sie wirken depolarisierend auf Zellen und erzeugen im Organismus elektrische Spannungen.